Elektriker Stundensatz Österreich 2026: 68–115 €/h - Kalkulation
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Ein Elektriker in Österreich berechnet 2026 zwischen 68 und 115 EUR pro Stunde netto - Gesellen 68-85 EUR/h, Meister 90-115 EUR/h, PV-Spezialisten 100-130 EUR/h (jeweils exkl. 20 % MwSt). Die Sätze basieren auf dem WKO Elektrotechnik Kollektivvertrag, ASVG-Sozialabgaben (28-30 %) und der ÖVE-Zertifizierungspflicht.
Was kostet ein Elektriker pro Stunde in Österreich 2026?
| Qualifikation | Netto €/h | Brutto €/h (inkl. 20 % MwSt) |
|---|---|---|
| Geselle | 68–85 € | 82–102 € |
| Meister | 90–115 € | 108–138 € |
| Notdienst / Nacht | 120–155 € | 144–186 € |
| PV-Spezialist (EAG) | 100–130 € | 120–156 € |
So rechnen Sie Ihren Stundensatz nach ÖNORM B 2061
Der Mittellohnpreis ist der Preis, den eine produktive Arbeitsstunde Ihren Kunden kosten muss, damit Lohn, Lohnnebenkosten, Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn gedeckt sind. Hier durchgerechnet mit dem echten KV-Lohn (Lohngruppe 3: Facharbeiter, Kollektivvertrag Metallgewerbe, Arbeiter/innen, gültig ab 1.1.2026):
| Schritt | Rechnung | €/h |
|---|---|---|
| KV-Monatslohnlaut Kollektivvertrag | laut Kollektivvertrag | 2 948,85 €/Monat |
| ÷ 167 Stunden (38,5-h-Woche)2 948,85 ÷ 167 | 2 948,85 ÷ 167 | 17,66 |
| + 90 % lohngebundene Kosten17,66 × 1,90Sonderzahlungen, Urlaub, Feiertage, Krankenstand, SV-Dienstgeberanteil, DB, DZ, Kommunalsteuer | 17,66 × 1,90 | 33,55 |
| ÷ 80 % Produktivanteil33,55 ÷ 0,80Fahrt, Rüsten und Büro sind bezahlt, aber nicht verrechenbar | 33,55 ÷ 0,80 | 41,94 |
| + 35 % Gemeinkosten41,94 × 1,35Fahrzeug, Werkzeug, Büro, Versicherung, Ihr eigenes Gehalt als Chef | 41,94 × 1,35 | 56,62 |
| + 8 % Wagnis und Gewinn56,62 × 1,08 | 56,62 × 1,08 | 61,15 |
| Mittellohnpreis netto | 61,15 | |
| inkl. 20 % USt.61,15 × 1,20 | 61,15 × 1,20 | 73,38 |
Die Prozentsätze sind typische Werte zur Orientierung, keine Branchenvorgabe. Ihre echten lohngebundenen Kosten stehen in Ihrer Lohnverrechnung, Ihre Gemeinkosten in Ihrer Buchhaltung. Die ÖNORM B 2061 beschreibt das Verfahren der Preisermittlung, nicht die Höhe der Zuschläge.
Die meisten Betriebe rechnen diesen Satz einmal im Jahr und prüfen nie, ob er auf der Baustelle hält. Wenn Zeiterfassung und Nachkalkulation zusammenlaufen, sehen Sie je Auftrag, ob die 61,15 € netto tatsächlich verdient wurden. Wie das ohne Zettelwirtschaft funktioniert
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Wie kalkuliert man den Elektriker-Stundensatz richtig?
- WKO Kollektivvertrag Elektrotechnik: Mindest-Bruttolohn je nach Verwendungsgruppe - Basis für die Lohnkostenberechnung
- ASVG Dienstgeberanteil: ca. 28–30 % auf den Bruttolohn (Kranken-, Unfall-, Pensionsversicherung + Kommunalsteuer)
- ÖVE-Zertifizierung: Konzessionskosten, Weiterbildungspflicht und Haftpflichtversicherung für Elektrotechnik-Betriebe
- E-Control / EAG: PV-Anschlüsse erfordern Netzbetreiber-Anmeldung - erhöhter administrativer Aufwand schlägt sich im Stundensatz nieder
- Fahrzeug & Spezialwerkzeug: Messgeräte, Prüfgerät nach ÖVE/ÖNORM, Messprotokoll-Software - Abschreibung auf Stunden umlegen
- MwSt 20 %: Österreichischer Normalsatz, auf Netto-Verrechnungssatz aufschlagen
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Elektriker in Österreich pro Stunde?
Der Elektriker Stundensatz in Österreich liegt 2026 zwischen 68 und 85 €/h für Gesellen und 90 bis 115 €/h für Meister (netto, exkl. 20 % MwSt). Bei Notdienst oder Nachtarbeit kommen Zuschläge nach WKO Elektrotechnik Kollektivvertrag dazu.
Welche Normen bestimmen den Elektriker Stundensatz in Österreich?
Grundlage sind die ÖVE/ÖNORM EN-Normen für Elektroinstallationen sowie der WKO Kollektivvertrag Elektrotechnik. Für PV-Anlagen gilt das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) - der Anschluss ist konzessionspflichtig und schlägt sich im höheren Meister-Stundensatz nieder.
Wie berechne ich den Stundenverrechnungssatz als Elektriker in Österreich?
Basis ist der Bruttolohn nach WKO KV + ASVG-Dienstgeberanteil (ca. 28–30 %) + Gemeinkosten (Fahrzeug, Werkzeug, Versicherung, Büro) + Gewinnaufschlag. Bei 20 % MwSt ergibt ein Netto-Verrechnungssatz von 85 €/h einen Brutto-Rechnungsbetrag von 102 €/h.
Braucht ein Elektriker in Österreich eine besondere Zertifizierung für PV-Anlagen?
Ja. Der Netzanschluss von PV-Anlagen erfordert eine E-Control-Konzession sowie eine Anmeldung beim zuständigen Netzbetreiber. Viele Betriebe verrechnen für PV-Arbeiten einen Aufschlag von 10–15 % auf den Standard-Stundensatz.