Was ist ein Regiestundensatz?
Der Regiestundensatz ist der Betrag, den Sie Ihrem Kunden pro geleisteter Arbeitsstunde verrechnen. Im Gegensatz zum Pauschalpreis, bei dem Sie vorab einen Fixbetrag für das gesamte Projekt nennen, rechnen Sie bei Regiearbeiten nach tatsächlichem Aufwand ab. Das ist besonders bei Reparaturen, Wartungen und Arbeiten mit unklarem Umfang die ehrlichste und fairste Variante - für beide Seiten.
So berechnen Sie Ihren Stundensatz richtig
Die Formel ist einfach: Fixkosten plus gewünschter Verdienst ergeben Ihre monatlichen Gesamtkosten. Diese teilen Sie durch die Anzahl an Stunden, die Sie pro Monat tatsächlich verrechnen können. Wichtig dabei: Büroarbeit, Fahrtzeit und Materialbesorgung sind NICHT produktiv. Diese Stunden können Sie dem Kunden nicht in Rechnung stellen, sie kosten Sie aber trotzdem Geld. Je weniger unproduktive Stunden Sie haben, desto niedriger kann Ihr Stundensatz sein - oder desto mehr bleibt bei Ihnen hängen.
Häufige Fragen
Wie hoch sollte ein Regiestundensatz im Handwerk sein?
In Österreich liegen Regiestundensätze je nach Gewerk zwischen 45 und 85 Euro. Entscheidend ist nicht was die anderen verlangen, sondern was SIE brauchen um profitabel zu arbeiten. Nutzen Sie den Rechner oben, um Ihren individuellen Stundensatz zu berechnen.
Was zählt alles zu den Fixkosten?
Werkstatt-Miete, Fahrzeugkosten, Versicherungen, Telefon, Software, Steuerberater, Werkzeug-Abschreibung. Alles was anfällt, egal ob Sie einen Auftrag haben oder nicht. Vergessen Sie nicht die kleineren Posten - die summieren sich.
Wie kann ich meinen Stundensatz senken ohne weniger zu verdienen?
Indem Sie die unproduktiven Stunden reduzieren. Jede Stunde weniger Büroarbeit ist eine Stunde mehr, die Sie verrechnen können. Viele Handwerksbetriebe verbringen 8 bis 12 Stunden pro Woche mit Angeboten, Rechnungen und Papierkram. Wer das halbiert, gewinnt sofort produktive Stunden dazu.