Handwerk - Stundensatz Österreich 2026

Stundensatz Handwerk 2026: Alle Gewerke in Österreich

Der durchschnittliche Handwerker-Stundensatz in Österreich liegt 2026 zwischen 55 und 115 EUR netto. Die Spanne hängt vom Gewerk, der Qualifikation (Geselle vs. Meister) und der Region ab. Die folgende Tabelle zeigt die marktüblichen Stundensätze für 15 Gewerke - von Elektriker bis Lüftungstechnik.

Stundensatz-Tabelle 2026: Alle Gewerke

GewerkGeselle (EUR/h netto)Meister (EUR/h netto)Details
Elektriker68-8590-115→ Details
Installateur/SHK68-8285-110→ Details
Dachdecker62-8080-105→ Details
Maler52-6870-90→ Details
Tischler60-7880-105→ Details
Schlosser/Metallbau60-8080-100→ Details
Maurer52-7072-95→ Details
Fliesenleger55-7275-95→ Details
Zimmerer58-7578-100→ Details
Spengler/Klempner60-7880-105→ Details
Kältetechnik65-8585-110→ Details
Gerüstbau50-6570-90→ Details
Trockenbau48-6265-85→ Details
Brandschutz65-8585-115→ Details
Lüftungstechnik62-8082-108→ Details

Quelle: WKO-Branchenerhebungen, Kollektivverträge und Betriebsvergleiche 2025/2026. Werte gelten für Österreich, exkl. Material und 20 % MwSt.

Was beeinflusst den Stundensatz?

  • Gewerk: Spezialisierte Gewerke wie Kältetechnik, Brandschutz und Elektrotechnik liegen 20-40 % über Trockenbau oder Gerüstbau - wegen höherer Ausbildungskosten und Zertifizierungspflichten (BVS, F-Gase-VO).
  • Qualifikation: Meisterbetriebe verrechnen 25-40 % mehr als Gesellen. Der Meisterbrief signalisiert Planungskompetenz, Gewährleistungssicherheit und Lehrberechtigung.
  • Region: Wien und Westösterreich (Tirol, Vorarlberg) liegen 10-15 % über dem Durchschnitt. Ländliche Gebiete in Ostösterreich (Burgenland, Niederösterreich) am unteren Ende.
  • Materialkosten: Bei manchen Gewerken (Maler, Fliesenleger) sind Standardmaterialien im Stundensatz inkludiert. Bei anderen (Elektriker, Installateur) wird Material separat verrechnet.
  • Dringlichkeit: Notdienst-Zuschläge betragen typischerweise 80-100 % auf den regulären Stundensatz. Wochenend- und Feiertagsarbeit wird mit 50-100 % Aufschlag verrechnet.

Stundensatz kalkulieren

Wer seinen eigenen Stundensatz betriebswirtschaftlich korrekt kalkulieren will, braucht drei Zahlen: Jahres-Lohnkosten (inkl. ASVG-Dienstgeberanteil von 28-30 %), Jahres-Gemeinkosten (Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Software) und die tatsächlich produktiven Stunden pro Jahr (realistisch: 1.400-1.600 h nach Abzug von Urlaub, Feiertagen und unproduktiver Zeit).

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Handwerker pro Stunde in Österreich 2026?

Der Netto-Stundensatz eines Handwerkers liegt 2026 in Österreich zwischen 48 und 115 EUR pro Stunde - je nach Gewerk, Qualifikation und Region. Gesellen verrechnen im Schnitt 55-80 EUR/h, Meister 70-115 EUR/h. Dazu kommen 20 % MwSt für Endkunden.

Warum sind die Stundensätze so unterschiedlich?

Die Spanne ergibt sich aus fünf Faktoren: Gewerk (Brandschutz und Kältetechnik sind teurer als Trockenbau), Qualifikation (Meister vs. Geselle), Region (Wien und Westösterreich liegen 10-15 % über dem Osten), Dringlichkeit (Notdienst-Zuschläge 80-100 %) und Materialkosten, die teils im Stundensatz inkludiert sind.

Wie berechne ich meinen eigenen Stundensatz?

Formel: (Lohnkosten/Jahr + Gemeinkosten/Jahr) geteilt durch produktive Stunden/Jahr = Selbstkosten/h. Darauf Gewinnzuschlag (15-20 %) addieren. Ergibt den Netto-Stundensatz. Nutzen Sie den kostenlosen werkflow Stundensatz-Rechner unter /stundensatz-rechner-handwerk für eine detaillierte Kalkulation mit ASVG-Abgaben und Gemeinkosten.

Sind die Preise netto oder brutto?

Alle Stundensätze in der Tabelle sind Netto-Preise ohne Umsatzsteuer. Für Endkunden (B2C) kommen 20 % MwSt hinzu. Bei gewerblichen Leistungen (B2B) gilt unter bestimmten Voraussetzungen Reverse Charge gemäß § 19 UStG - der Auftraggeber schuldet die Steuer.

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