Stundenzettel & Arbeitsrecht
Digitaler Stundenzettel im Handwerk: Arbeitszeiten einfach erfassen und abrechnen
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Papier-Stundenzettel kosten österreichische Handwerksbetriebe bares Geld: Sie gehen verloren, werden unleserlich ausgefüllt und landen Wochen nach Auftragsabschluss in der Buchhaltung. Das Arbeitszeitgesetz (AZG) verlangt ohnehin lückenlose Aufzeichnung - werkflow macht daraus einen Prozess, der nebenbei läuft: mobile Erfassung auf der Baustelle, direkter Export nach BMD oder RZL, automatische Zuordnung zu Aufträgen.
Warum Papier-Stundenzettel nicht funktionieren
1. Zeiten werden erst Tage später eingetragen
Auf der Baustelle denkt niemand an den Stundenzettel. Am Freitag werden die Stunden der ganzen Woche aus dem Gedächtnis rekonstruiert. Das führt zu Schätzungen statt zu exakten Werten - und zu Streitigkeiten mit Kunden, wenn die Abrechnung nicht nachvollziehbar ist.
2. Übertrag in die Buchhaltung ist fehleranfällig
Von handschriftlichem Zettel zu Excel zu BMD oder RZL - jeder Übertragungsschritt birgt Fehler. Eine falsch abgelesene Stundenzahl, ein falscher Auftragscode, und die Nachkalkulation stimmt nicht. Büromitarbeiter in österreichischen Handwerksbetrieben verlieren Stunden damit, unleserliche Zettel zu entziffern.
3. Keine Zuordnung zu Aufträgen
Klassische Stundenzettel erfassen Gesamtstunden eines Mitarbeiters, nicht Stunden pro Auftrag. Damit ist keine Nachkalkulation möglich. War der Auftrag profitabel? Wie lange hat welche Leistung gedauert? Diese Fragen bleiben unbeantwortet - und dieselben Kalkulationsfehler wiederholen sich beim nächsten Projekt.
Was das AZG vom Stundenzettel verlangt
Nach § 26 AZG müssen Arbeitgeber Aufzeichnungen über die geleisteten Arbeitsstunden führen - für jeden Dienstnehmer: Gesellen, Facharbeiter, Lehrlinge, Teilzeitkräfte. Ergänzend regelt § 33 ASVG die Anmeldung jedes Dienstnehmers vor Arbeitsantritt bei der ÖGK - eine eigene, von der AZG-Stundenaufzeichnung getrennte Pflicht. Der Stundenzettel selbst muss enthalten:
- Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit
- Dauer der Ruhepausen (wenn relevant)
- Überstunden und deren Zuschläge nach dem jeweiligen WKO-Kollektivvertrag
- Bei Reisezeiten: Beginn und Ende der Reise
Die Aufzeichnungen müssen drei Jahre aufbewahrt werden und dem Arbeitsinspektorat auf Verlangen vorgelegt werden können. Das Gesetz schreibt kein bestimmtes System vor - Papier ist formal zulässig, aber fehleranfällig und im Streitfall kaum belastbar.
BUAK-Zusatzpflicht für Baubetriebe
Baubetriebe unterliegen zusätzlich den Meldepflichten der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK). Monatlich muss die geleistete Arbeitszeit pro gewerblichem Dienstnehmer gemeldet werden - ohne lückenlose Stundenzettel pro Baustelle lässt sich diese Meldung nicht korrekt erstellen. Fehler führen zu:
- Nachzahlungen mit Verzugszinsen
- Verwaltungsstrafen bei Prüfungen
- Doppelarbeit, wenn BUAK-Meldungen und Lohnverrechnung nicht synchron sind
Wie werkflow hilft
- Mobile Zeiterfassung: Mitarbeiter stempeln per App auf dem Smartphone - mit Auftragszuordnung, auch offline auf der Baustelle
- BMD/RZL-Export: Stunden fließen automatisch in die österreichische Lohnbuchhaltung, ohne manuellen Übertrag
- Auftragsbezogene Auswertung: Exakte Stunden pro Projekt als Basis für Nachkalkulation und Rechnungsstellung
- Automatische Erinnerungen: werkflow meldet fehlende oder unplausible Einträge, bevor sie zur monatlichen Abrechnung fehlen
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Häufige Fragen
Muss ich als Handwerksbetrieb in Österreich Stundenzettel führen?
Ja. Das Arbeitszeitgesetz (AZG) verpflichtet Arbeitgeber in Österreich zur Aufzeichnung von Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit aller Dienstnehmer - unabhängig von der Betriebsgröße. Für Handwerksbetriebe mit Außendienstmitarbeitern sind Baustellen-Stundenzettel gleichzeitig Nachweis gegenüber Kunden und gesetzliche Pflichtdokumentation. Papierzettel erfüllen die Anforderung formal, sind aber fehleranfällig und lassen sich kaum auswerten.
Ist die Aufzeichnungspflicht nach dem AZG dasselbe wie die ASVG-Anmeldung?
Nein, das sind zwei getrennte Pflichten. § 33 ASVG verlangt die einmalige Anmeldung jedes Dienstnehmers vor Arbeitsantritt bei der ÖGK - eine Meldung des Dienstverhältnisses. Das AZG verlangt zusätzlich die laufende Aufzeichnung der täglich geleisteten Arbeitszeit, also den eigentlichen Stundenzettel. werkflow deckt beides sauber getrennt ab: Die Stammdaten aus der Anmeldung liegen vor, sobald der erste Mitarbeiter die App öffnet.
Wie lange muss ich Stundenaufzeichnungen aufbewahren?
In der Praxis rechnet man in Österreich mit drei Jahren, damit Aufzeichnungen bei einer Prüfung durch das Arbeitsinspektorat vorgelegt werden können. Im Baugewerbe kommen die monatlichen Meldepflichten gegenüber der BUAK hinzu - ohne lückenlose Stundenzettel pro Baustelle lässt sich diese Meldung nicht korrekt erstellen. Digitale Aufzeichnungen sind hier im Vorteil: vollständig, unveränderlich protokolliert und auf Knopfdruck vorzeigbar.
Wie überträgt werkflow die Zeiten in die österreichische Lohnbuchhaltung?
werkflow exportiert erfasste Arbeitszeiten direkt als BMD- oder RZL-kompatible Datei. Lohnbuchhalter erhalten die aufbereiteten Stunden ohne manuellen Übertrag. Das eliminiert Tippfehler beim Umschreiben und reduziert den Aufwand für die monatliche Lohnabrechnung nach dem jeweiligen WKO-Kollektivvertrag erheblich.
Können Mitarbeiter auf der Baustelle ohne Internet Zeiten erfassen?
Ja. werkflow funktioniert offline. Mitarbeiter stempeln Kommen und Gehen auf dem Smartphone, auch ohne Netzabdeckung in abgelegenen Gebieten. Sobald wieder Verbindung besteht, synchronisieren sich die Daten automatisch. Kein Datenverlust, kein manuelles Nachtragen.
Wie weise ich Arbeitszeiten einem Auftrag oder einer Baustelle zu?
Beim Einloggen wählt der Mitarbeiter den aktiven Auftrag aus einer Liste. Zeiten werden automatisch dem jeweiligen Projekt zugeordnet. Am Ende des Monats weiß der Betrieb genau, wie viele Stunden in welchem Auftrag gearbeitet wurden - Basis für Nachkalkulation und Rechnungsstellung.
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter vergisst, die Zeit zu stempeln?
werkflow sendet automatische Erinnerungen wenn Einträge fehlen oder unplausibel sind - zum Beispiel wenn ein Mitarbeiter für einen laufenden Auftrag keinen Abschluss eingetragen hat. Fehlende Zeiten können nachträglich mit Begründung ergänzt werden, was protokolliert wird. So bleiben Stundenzettel vollständig, ohne täglich hinterherlaufen zu müssen.
Quellen und Weiterführendes
Die rechtliche Einordnung ist länderspezifisch. Prüfen Sie die aktuelle Originalquelle und verbinden Sie den Stundenzettel anschließend mit dem passenden Abrechnungsnachweis.
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