Gerüstbau · Auftrag Vorlage Österreich
Gerüstbau Auftrag Vorlage Österreich: Auftragsbestätigung mit Lastklasse und Standzeit rechtssicher
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Erst die Auftragsbestätigung macht aus dem Angebot einen bindenden Werkvertrag. Nach ABGB §§ 861, 1165 kommt der Vertrag durch Annahme zustande - wer Lastklasse, Standzeit und Prüfpflicht nicht schriftlich festhält, hat im Streitfall keine Beweisurkunde und riskiert Nachtragsstreitigkeiten. Hier sind alle Positionen für eine rechtssichere österreichische Gerüstbau Auftragsbestätigung.
Österreichische Gerüstbau Auftragsbestätigung: alle Positionen
Block 1 - Pflichtangaben österreichische Auftragsbestätigung (5 Felder)
- Auftragnehmer: Betriebsname, Adresse, UID-Nummer, österreichische Innungsmitglied-Kennzeichnung
- Auftraggeber: Name, Adresse, Baustellen-Adresse (Gerüst steht oft woanders als Firmensitz)
- Auftragsbestätigungsnummer und Datum, Bezug auf die Angebotsnummer (lückenlose Nummerierung)
- Bauvorhaben und Standort, Bezeichnung der Fassadenseiten/Gebäudeteile
- Zahlungsbedingungen: Abschlagsplan (üblich 30% bei Aufbau, 50% nach Standzeit, 20% nach Abbau), Fälligkeit netto Tage, Skonto %
Block 2 - Gerüstspezifikation und Standzeit Österreich (5 Felder)
- Gerüstfläche m² je Fassadenseite (Länge × Höhe), Gerüsttyp nach ÖNORM B 4007 (Fassaden-/Arbeits-/Raumgerüst)
- Lastklasse LK 2 (150 kg/m²) bis LK 6 (600 kg/m²) und Breitenklasse W06 (0,73 m) / W09 (1,09 m) nach ÖNORM EN 12811
- Standzeit: Aufbau-Termin, Abbau-Termin, Grundstandzeit in Wochen inkl. regelmäßiger Prüfung nach § 37 ASchG und § 61 BauV
- Verlängerung: €/m² oder €/Woche je zusätzliche Woche, als eigene Optionsposition
- Sonderaufbauten und Sicherheitseinrichtungen: Ecken, Erker, Durchgänge, Treppenturm, Netze, Fußgängertunnel, Beleuchtung
Block 3 - Vertragsschluss und Prüfpflicht Österreich (3 Felder)
- Vertragsschluss: Annahme des Anbots durch Unterschrift oder gesonderte Erklärung, ABGB §§ 861, 862, 1165 - Schriftform nicht zwingend, aber Beweisurkunde für Streitfälle
- Normenkonformität: ÖNORM B 4007 (Gerüstanforderungen AT), ÖNORM EN 12811 (Lastklasse, Breitenklasse)
- ASchG Prüfpflicht: Gerüstprüfung nach § 37 ASchG und § 61 BauV durch befähigte Person vor Übergabe, Prüfprotokoll dem Auftraggeber aushändigen
Block 4 - Steuerliches und Aufbewahrung Österreich (2 Felder)
- §19 UStG AT: Reverse Charge bei Gerüstbau-Bauleistungen (Auf-/Abbau) an Unternehmer, die selbst Bauleistungen erbringen; reine Gerüstmiete regulär mit 20% MwSt
- Aufbewahrungsfrist: 7 Jahre nach §212 UGB - einheitlich für Auftragsbestätigung, Geschäftskorrespondenz UND die spätere Rechnung, Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahrs
Block 5 - Unterschrift und Gewährleistung Österreich (3 Felder)
- Unterschrift Auftragnehmer (Betriebsinhaber/Polier) + Datum
- Auftragserteilung: Unterschrift Auftraggeber nach SigG/eIDAS + Datum (= Vertragsschluss nach ABGB § 1165)
- Hinweis österreichische Gewährleistung: ABGB § 933, 3 Jahre ab Übernahme; Haftungsausschluss für Überlasten durch Dritte
Von der Vorlage zur digitalen österreichischen Auftragsbestätigung
werkflow übernimmt alle Positionen automatisch aus dem Angebot - Lastklasse, Standzeit, ASchG-Prüfhinweis, §19 UStG AT und SigG/eIDAS-Unterschrift. Auftragsbestätigung in unter zwei Minuten als PDF per E-Mail, danach wird daraus mit einem Klick die Rechnung.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Gerüstbau-Angebot und Auftragsbestätigung in Österreich?
Das Angebot ist ein Anbot im Sinne des ABGB § 862 - es bindet den Anbieter, ist aber noch kein Vertrag. Erst mit der Annahme (der Auftragsbestätigung, ausdrücklich oder durch die Unterschrift des Auftraggebers) kommt nach §§ 861, 1165 ABGB ein bindender Werkvertrag zustande. Schriftform ist keine Wirksamkeitsvoraussetzung, aber die Auftragsbestätigung ist die entscheidende Beweisurkunde für Gerüstfläche, Lastklasse, Standzeit und Preis, falls später über den Leistungsumfang gestritten wird.
Welche technischen Angaben muss eine österreichische Gerüstbau-Auftragsbestätigung enthalten?
Gerüstfläche in m² je Fassadenseite, Lastklasse LK 2 (150 kg/m²) bis LK 6 (600 kg/m²) und Breitenklasse W06/W09 nach ÖNORM EN 12811, Gerüsttyp nach ÖNORM B 4007, Standzeit in Wochen mit Auf- und Abbautermin, Sicherheitseinrichtungen (Netze, Fußgängertunnel, Beleuchtung) sowie den Hinweis auf die Gerüstprüfung nach § 37 ASchG und § 61 BauV durch eine befähigte Person vor Übergabe.
Wie lange muss ich eine Gerüstbau-Auftragsbestätigung in Österreich aufbewahren?
7 Jahre - §212 UGB kennt in Österreich eine einheitliche Aufbewahrungsfrist für Bücher, Belege und empfangene wie abgesandte Geschäftskorrespondenz, die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahrs. Anders als in Deutschland gilt damit für die Auftragsbestätigung dieselbe Frist wie für die spätere Rechnung - kein zweites Datum im Kalender nötig. Bei einem anhängigen Gerichts- oder Behördenverfahren verlängert sich die Frist automatisch bis zu dessen Abschluss.
Kann ich österreichische Gerüstbau-Auftragsbestätigungen per BMD/RZL exportieren?
Ja - werkflow übernimmt alle Positionen aus dem österreichischen Gerüstbau-Angebot direkt in die Auftragsbestätigung, hinterlegt Lastklasse, Standzeit und §19-UStG-Hinweis automatisch und exportiert am Monatsende im BMD/RZL-Format. Aus der Auftragsbestätigung wird mit einem Klick die Rechnung.