Trockenbau · Nachtrag Vorlage Österreich
Trockenbau Nachtrag Vorlage Österreich: ÖNORM B 2110 §7 + ABGB §1168a für Zusatzarbeiten im Trockenbau
Nachträge im österreichischen Trockenbau entstehen durch zusätzliche Wände, geänderte Feuerwiderstandsklassen (F30→F90), höhere Schallschutzanforderungen oder unvorhergesehene Schachtverkleidungen. ÖNORM B 2110 §7 und ABGB §1168a verpflichten den Trockenbauer zur unverzüglichen Anzeige vor Beginn der Mehrarbeiten — ohne rechtzeitige Meldung entfällt der Vergütungsanspruch für Mehrleistungen.
Trockenbau Nachtrag Vorlage Österreich: alle Pflichtfelder
Abschnitt 1 — Nachtrag-Kopfdaten (5 Felder)
- Nachtrag-Nr.: lückenlose Nummerierung, z.B. "NT-2026-001" — eindeutige Referenz für AG und AN
- Verweis auf Hauptvertrag: Datum des Werkvertrags + Auftragsnummer des AG
- Anlass des Nachtrags: kurze Beschreibung, was geändert wurde (z.B. "Planänderung 1. OG — 3 zusätzliche Trennwände W112, Brandschutz-Upgrade F30→F90 Flurwände")
- Beauftragungsdatum: wann wurde die Änderung/Zusatzleistung vom AG angewiesen (Datum + Form: schriftlich/mündlich)
- Ausführungszeitraum: geplanter Beginn und Ende der Nachtragausführung
Abschnitt 2 — ÖNORM B 2110 §7 Rechtsgrundlage (geändert vs. zusätzlich)
- ÖNORM B 2110 §7 — Geänderte Leistung: AG ändert eine bereits vereinbarte Leistung (z.B. Feuerwiderstandsklasse F30→F90, höherer Schallschutz Rw 52→62 dB, größere Wandhöhen). Neuer Einheitspreis auf Basis Nachtragskalkulation inkl. geändertem Materialbedarf.
- ABGB §1168a — Zusätzliche Leistung / Mehraufwand: AG beauftragt eine Leistung, die im Vertrag nicht vorgesehen war (z.B. zusätzliche Trennwände, nachträgliche Schachtverkleidungen, Abhangdecken in weiteren Räumen). Unverzügliche schriftliche Anzeige an AG ist Pflicht.
- Brandschutz- und Schallschutz-Upgrades: F30→F90 erfordert doppelte Beplankung mit Spezialplatten und zusätzliche Mineralwolle — Mehrkosten separat ausweisen. Schallschutz-Upgrades erfordern entkoppelte Profile und dickere Dämmung.
- Typische Trockenbau-Nachträge: Brandschutz-Upgrade F30→F90, Schallschutz-Upgrade, zusätzliche Trennwände, unvorhergesehene Schachtverkleidungen, nachträgliche Abhangdecken, Installationswände für Sanitär.
Abschnitt 3 — Nachtragskalkulation (Positionstabelle)
- Tabellenkopf: Pos. | Bezeichnung | Menge | Einheit | EP netto € | GP netto €
- Beispiel geänderte Leistung: Pos. 1.1 | Brandschutz-Upgrade Flurwände F30→F90 doppelt beplankt | 120 | m² | 19,50 | 2.340,00
- Beispiel Mehraufwand: Pos. 2.1 | Trennwand W112 zusätzlich 1. OG (3 Stk. je 12 m²) | 36 | m² | 55,00 | 1.980,00
- Beispiel zusätzliche Leistung: Pos. 3.1 | Schachtverkleidung Installationsschacht EG–3. OG | 28 | m² | 72,00 | 2.016,00
- Summe Nachtrag netto €, USt 20% €, Summe Nachtrag brutto € — klar abgetrennt von der Vertragssumme
Abschnitt 4 — Beauftragungsnachweis (schriftliche Anzeige nach ÖNORM B 2110 §7!)
- Schriftliche Anzeige an AG: unverzüglich VOR oder bei Beginn der Mehrarbeiten — Beschreibung, Schätzung der Mehrkosten, Anlass
- Bei mündlicher Beauftragung: sofortige schriftliche Bestätigung per E-Mail senden — "Wie heute auf der Baustelle besprochen, beauftragen Sie uns mit folgenden Trockenbau-Mehrarbeiten…"
- Bautagebuch-Eintrag mit Gegenzeichnung AG ist beweissicherster Weg — Datum + Unterschrift des AG-Vertreters
- Anlagenliste: Grundrissplan (Datum + Rev.-Nr.), Brandschutznachweis, Schallschutznachweis, Aufmaßblätter, Fotos Bestandssituation, Bautagebuch
Abschnitt 5 — Zusammenfassung und Zahlungsziel
- Nachtragssumme netto €, USt 20% €, Nachtragssumme brutto €
- Aktualisierte Auftragssumme: Ursprungsvertrag netto + alle bisherigen Nachträge + dieser Nachtrag = neue Gesamtsumme netto
- Zahlungsziel: 14 Tage nach schriftlicher Beauftragung (oder lt. Vertrag)
- UStG AT Pflichtangaben: UID-Nummer, lückenlose Rechnungsnummer, Leistungsdatum, 20% USt; bei §19 UStG AT B2B: "Übergang der Steuerschuld gem. §19 UStG AT"
- BMD/RZL Buchungshinweis: Erlöskonto Bauleistungen 20% USt oder §19 UStG AT
Nachträge digital erstellen — ÖNORM B 2110 §7 + ABGB §1168a-konform dokumentieren
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Was regelt ÖNORM B 2110 §7 für Trockenbau Nachträge in Österreich?
ÖNORM B 2110 §7 regelt Änderungen des Leistungsumfangs im österreichischen Bauwerkvertragsrecht. Beauftragt der AG zusätzliche Trennwände, ändert die Feuerwiderstandsklasse oder erhöht die Schallschutzanforderungen, hat der Trockenbauer Anspruch auf angepasste Vergütung — vorausgesetzt, er zeigt die Mehrkosten unverzüglich an. ABGB §1168a ergänzt: Mehraufwand durch veränderte Umstände (z.B. unvorhergesehene Schachtverkleidungen) muss sofort gemeldet werden.
Wie wird ein Trockenbau Nachtrag in Österreich korrekt berechnet?
Basis ist die Nachtragskalkulation nach ÖNORM B 2110 §7: Material (Gipskartonplatten, Ständerwerk CW/UW-Profile, Mineralwolle, Spachtelmasse), Lohn (Stundensatz × Aufwand), Gerüst-/Gerätekosten, Gewinn- und Wagnis-Zuschlag. Bei Brandschutz-Upgrades (F30→F90) steigen Materialkosten erheblich — doppelte Beplankung, Spezialplatten, zusätzliche Mineralwolle separat ausweisen. USt 20% auf Nachtragssumme netto; bei §19 UStG AT: „Übergang der Steuerschuld gem. §19 UStG AT“.
Was passiert wenn der Auftraggeber den Trockenbau-Nachtrag in Österreich ablehnt?
Lehnt der AG den Nachtrag ab, muss der Trockenbauer seinen Anspruch nach ABGB §1168a sichern: sofortigen schriftlichen Vorbehalt erklären, die Mehrleistung trotzdem ausführen (Verweigerung = Vertragsverletzung), alle Kosten lückenlos dokumentieren (Stundenzettel, Materialbelege, Fotos, Aufmaße). Ohne rechtzeitige Anzeige nach ÖNORM B 2110 §7 vor Beginn der Mehrarbeiten kann der Anspruch verwirkt sein.
Kann werkflow Trockenbau Nachtragsangebote für Österreich automatisch erstellen?
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