Handwerk · Lohnverrechnung & Personalkosten Österreich
Lohnverrechnung Handwerk Österreich: WKO-Kollektivvertrag korrekt abrechnen
Österreichische Handwerksbetriebe kämpfen monatlich mit Lohnverrechnung: WKO-Kollektivverträge je Gewerk, ASVG-Beiträge, Lohnsteuer, Überstundenzuschläge und Lehrlingsstufen. werkflow erfasst Stunden gewerk-spezifisch und exportiert das Lohnjournal direkt an den BMD- oder RZL-Steuerberater.
Lohnkonto-Pflicht: §76 EStG und die Aufbewahrung nach §132 BAO
Nach §76 EStG 1988 muss jeder Arbeitgeber spätestens ab dem 15. Tag des Monats nach Beginn des Dienstverhältnisses ein Lohnkonto führen - mit Name, Sozialversicherungsnummer, Wohnort, Freibeträgen und Familienbonus je Dienstnehmer. Aufbewahrt werden müssen diese Aufzeichnungen sieben Jahre ab Schluss des Kalenderjahres der Eintragung - allerdings nicht nach §212 UGB (das gilt für Handelsbücher von Kaufleuten), sondern nach §132 BAO: Das Lohnkonto ist eine abgabenrechtliche Aufzeichnung, keine unternehmensrechtliche. Beide Fristen sind zufällig gleich lang, die Rechtsgrundlage ist eine andere - relevant, wenn ein Steuerberater oder Prüfer nach der korrekten Norm fragt.
ASVG-Beiträge und WKO-Kollektivverträge je Gewerk
- WKO-Kollektivvertragssätze: Elektrotechniker, SHK, Maler, Dachdecker, Zimmerer, Tischler - Beschäftigungsgruppen 1-7 voreingestellt
- Überstunden nach AZG: 50 % Zuschlag ab Stunde 9, 100 % Nacht- und Feiertagszuschlag - automatisch berechnet
- ASVG-Beitragsberechnung: Dienstgeber- und Dienstnehmer-Anteile je Mitarbeiter, rund 38-39 % des Bruttolohns in Summe
- Lehrlinge nach BAG: Lehrjahre 1-3 mit WKO-Lehrlingsgehaltssätzen, Überstundenwarnung gemäß Berufsausbildungsgesetz
- Geringfügige Beschäftigung: jährlich valorisierte Geringfügigkeitsgrenze im Blick, UV-Pflicht, korrekte SV-Abrechnung
- BMD/RZL-Lohnjournal-Export: Monatliche Übergabe an den Steuerberater - kein manuelles Aufbereiten, kein Formatkonvertieren
| Gewerk | Kollektivvertrag | Mindestlohn Gr. 3 (brutto/Monat) |
|---|---|---|
| Elektrotechniker | WKO Bundesinnung | ca. 2.300-2.600 € |
| Sanitär / Heizung / Lüftung | WKO SHK-KV | ca. 2.200-2.500 € |
| Maler & Anstreicher | WKO Maler-KV | ca. 2.100-2.350 € |
| Dachdecker | WKO Dachdecker-KV | ca. 2.150-2.400 € |
| Tischler | WKO Tischler-KV | ca. 2.100-2.400 € |
Von der Zeiterfassung zur Lohnverrechnung
Der Geselle erfasst Beginn, Ende und Baustelle direkt am Handy. werkflow aggregiert die Stunden wöchentlich, ordnet Überstunden und Zuschläge automatisch dem WKO-Kollektivvertrag des jeweiligen Gewerks zu und übergibt am Monatsende das fertige Lohnjournal an BMD oder RZL. Niemand überträgt Stunden ein zweites Mal von Hand - genau die Lücke, die die reine Zeiterfassung offen lässt.
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Zur Zeiterfassung-ÜbersichtHäufig gestellte Fragen
Wie lange müssen Lohnkonten in Österreich aufbewahrt werden?
7 Jahre - aber nicht nach §212 UGB (das betrifft Handelsbücher von Kaufleuten), sondern nach §132 BAO: Bücher und Aufzeichnungen, zu denen das nach §76 EStG zu führende Lohnkonto zählt, sind sieben Jahre ab Schluss des Kalenderjahres der Eintragung aufzubewahren. Zufällig dieselbe Dauer wie bei Handelsbüchern, aber eine eigene, abgabenrechtliche Grundlage.
Welche Kollektivverträge gelten für die Lohnverrechnung im österreichischen Handwerk?
Österreichische Handwerksbetriebe unterliegen WKO-Kollektivverträgen je Gewerk: Elektrotechniker-KV (WKO Bundesinnung), Sanitär-Heizung-Lüftung-KV, Maler- und Anstreicher-KV, Zimmerer-KV, Dachdecker-KV. Jeder KV legt Mindestlöhne je Beschäftigungsgruppe (Gruppe 1-7) und Zuschläge (Überstunden 50 %, Nacht 100 %, Sonn-/Feiertag 100 %) fest. werkflow hinterlegt die aktuellen WKO-KV-Sätze.
Wie werden ASVG-Beiträge bei der Lohnverrechnung für Handwerksbetriebe berechnet?
In Österreich sind Dienstgeber- und Dienstnehmer-Beiträge zur Sozialversicherung (ASVG) Pflicht. Der Gesamtbeitragssatz beträgt rund 38-39 % des Bruttolohns, aufgeteilt auf Dienstgeber (~21 %) und Dienstnehmer (~18 %). werkflow berechnet Bruttolohn, ASVG-Beiträge und Lohnsteuer getrennt und übergibt den monatlichen Lohnjournal-Export an BMD oder RZL.
Wie werden Lehrlinge im österreichischen Handwerk korrekt abgerechnet?
Lehrlingsgehälter werden durch den jeweiligen Lehrberufs-KV geregelt - die Sätze variieren je Gewerk und Lehrjahr erheblich. Überstunden für Lehrlinge sind nach dem BAG (Berufsausbildungsgesetz) stark eingeschränkt. werkflow hinterlegt Lehrjahre und aktualisiert Sätze bei KV-Erhöhungen.
Wie kommen Stunden aus der Zeiterfassung in die Lohnverrechnung?
Der Geselle erfasst Beginn, Ende und Baustelle am Handy. werkflow aggregiert die Stunden wöchentlich zu einem Stundennachweis, ordnet Überstunden und Zuschläge automatisch der WKO-KV-Regel des jeweiligen Gewerks zu und exportiert das fertige Lohnjournal an den BMD- oder RZL-Steuerberater - ohne dass jemand Stunden händisch in ein zweites System überträgt.
Was ist der Unterschied zwischen BMD- und RZL-Export in werkflow?
BMD (Business Management Data) und RZL sind die beiden führenden österreichischen Buchhaltungssysteme bei Steuerberatern. werkflow exportiert Lohnjournal und Buchungen in beiden Formaten - der Steuerberater wählt beim Onboarding, welches System er nutzt. Kein manuelles Aufbereiten, kein Formatkonvertieren.
Quellen und Weiterführendes
Die rechtliche Einordnung ist länderspezifisch. Prüfen Sie die aktuelle Originalquelle und verbinden Sie die Lohnverrechnung anschließend mit einer lückenlosen Zeiterfassung.