Brandschutz · Nachtrag Vorlage Österreich

Brandschutz Nachtrag Vorlage Österreich: ÖNORM B 2110 §7 + ABGB §1168a für Zusatzarbeiten im Brandschutz

Nachträge in der österreichischen Brandschutztechnik entstehen durch geänderte Brandschutzkonzepte, zusätzliche Brandabschnitte, erhöhte Feuerwiderstandsklassen oder unvorhergesehene Kabeldurchführungen. ÖNORM B 2110 §7 und ABGB §1168a verpflichten den Brandschutzbetrieb zur unverzüglichen Anzeige vor Beginn der Mehrarbeiten — ohne rechtzeitige Meldung entfällt der Vergütungsanspruch für Mehrleistungen.

Brandschutz Nachtrag Vorlage Österreich: alle Pflichtfelder

Abschnitt 1 — Nachtrag-Kopfdaten (5 Felder)

  • Nachtrag-Nr.: lückenlose Nummerierung, z.B. "NT-2026-001" — eindeutige Referenz für AG und AN
  • Verweis auf Hauptvertrag: Datum des Werkvertrags + Auftragsnummer des AG
  • Anlass des Nachtrags: kurze Beschreibung, was geändert wurde (z.B. "Änderung Brandschutzkonzept Rev. 3 vom 12.05.2026 — Feuerwiderstandsklasse EG erhöht, 4 zusätzliche Kabeldurchführungen")
  • Beauftragungsdatum: wann wurde die Änderung/Zusatzleistung vom AG angewiesen (Datum + Form: schriftlich/mündlich)
  • Ausführungszeitraum: geplanter Beginn und Ende der Nachtragausführung

Abschnitt 2 — ÖNORM B 2110 §7 Rechtsgrundlage (geändert vs. zusätzlich)

  • ÖNORM B 2110 §7 — Geänderte Leistung: AG ändert eine bereits vereinbarte Leistung (z.B. Feuerwiderstandsklasse erhöht, stärkere Brandschutzplatten, geänderte Abschottungssysteme). Neuer Einheitspreis auf Basis Nachtragskalkulation inkl. geändertem Materialbedarf.
  • ABGB §1168a — Zusätzliche Leistung / Mehraufwand: Auftraggeber beauftragt eine Leistung, die im Vertrag nicht vorgesehen war (z.B. zusätzliche Kabeldurchführungsabschottungen, nachträgliche Brandschutztüren), oder unvorhergesehene Umstände verursachen Mehraufwand. Unverzügliche schriftliche Anzeige an AG ist Pflicht.
  • Brandschutzzulassungen nach OIB-Richtlinie 2: Bei Systemwechsel muss die Europäische Technische Bewertung (ETA) oder österreichische Zulassung im Nachtrag dokumentiert werden — schützt vor Haftungsrisiko.
  • Typische Brandschutz-Nachträge: erhöhte Feuerwiderstandsklasse, zusätzliche Brandabschnittsgrenzen, unvorhergesehene Kabeldurchführungen, nachträgliche Brandschutztüren, zusätzliche Brandschutzklappen, erweiterter Prüfumfang.

Abschnitt 3 — Nachtragskalkulation (Positionstabelle)

  • Tabellenkopf: Pos. | Bezeichnung | Menge | Einheit | EP netto € | GP netto €
  • Beispiel geänderte Leistung: Pos. 1.1 | Brandschutzplatten F90 statt F30 lt. Konzeptänderung Rev. 3 | 85 | m² | 65,00 | 5.525,00
  • Beispiel Mehraufwand: Pos. 2.1 | Kabeldurchführungsabschottung S90 nachträglich (4 Stk. EG) | 4 | Stk. | 295,00 | 1.180,00
  • Beispiel zusätzliche Leistung: Pos. 3.1 | Brandschutztür T90-1 RS nachträglich Flur EG | 1 | Stk. | 1.920,00 | 1.920,00
  • Summe Nachtrag netto €, USt 20% €, Summe Nachtrag brutto € — klar abgetrennt von der Vertragssumme

Abschnitt 4 — Beauftragungsnachweis (schriftliche Anzeige nach ÖNORM B 2110 §7!)

  • Schriftliche Anzeige an AG: unverzüglich VOR oder bei Beginn der Mehrarbeiten — Beschreibung, Schätzung der Mehrkosten, Anlass
  • Bei mündlicher Beauftragung: sofortige schriftliche Bestätigung per E-Mail senden — "Wie heute auf der Baustelle besprochen, beauftragen Sie uns mit folgenden Brandschutz-Mehrarbeiten…"
  • Bautagebuch-Eintrag mit Gegenzeichnung AG ist beweissicherster Weg — Datum + Unterschrift des AG-Vertreters
  • Anlagenliste: Brandschutzkonzept (Datum + Rev.-Nr.), OIB-RL 2 / ETA-Nachweise, Fotos Bestandssituation, Bautagebuch, Prüfprotokolle

Abschnitt 5 — Zusammenfassung und Zahlungsziel

  • Nachtragssumme netto €, USt 20% €, Nachtragssumme brutto €
  • Aktualisierte Auftragssumme: Ursprungsvertrag netto + alle bisherigen Nachträge + dieser Nachtrag = neue Gesamtsumme netto
  • Zahlungsziel: 14 Tage nach schriftlicher Beauftragung (oder lt. Vertrag)
  • UStG AT Pflichtangaben: UID-Nummer, lückenlose Rechnungsnummer, Leistungsdatum, 20% USt; bei §19 UStG AT B2B: "Übergang der Steuerschuld gem. §19 UStG AT"
  • BMD/RZL Buchungshinweis: Erlöskonto Bauleistungen 20% USt oder §19 UStG AT

Nachträge digital erstellen — ÖNORM B 2110 §7 + ABGB §1168a-konform dokumentieren

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Häufige Fragen

Was regelt ÖNORM B 2110 §7 für Brandschutz Nachträge in Österreich?

ÖNORM B 2110 §7 regelt Änderungen des Leistungsumfangs im österreichischen Bauwerkvertragsrecht. Beauftragt der AG zusätzliche Brandschutzmaßnahmen oder ändert die Feuerwiderstandsklasse, hat der Brandschutzbetrieb Anspruch auf angepasste Vergütung — vorausgesetzt, er zeigt die Mehrkosten unverzüglich an. ABGB §1168a ergänzt: Mehraufwand durch veränderte Umstände (z.B. unvorhergesehene Kabeldurchführungen) muss sofort gemeldet werden. Brandschutzzulassungen (OIB-Richtlinie 2) müssen im Nachtrag dokumentiert werden.

Wie wird ein Brandschutz Nachtrag in Österreich korrekt berechnet?

Basis ist die Nachtragskalkulation nach ÖNORM B 2110 §7: Material (Brandschutzplatten, Brandschutzmörtel, Abschottungssysteme), Lohn (Stundensatz × Aufwand), Gerätekosten, Gewinn- und Wagnis-Zuschlag. Bei Systemwechsel müssen Zulassungsnachweise (OIB-RL 2, ETA) beigefügt werden. USt 20% wird auf die Nachtragssumme netto aufgeschlagen; bei §19 UStG AT (B2B Bauleistung): Hinweis „Übergang der Steuerschuld gem. §19 UStG AT“.

Was passiert wenn der Auftraggeber den Brandschutz-Nachtrag in Österreich ablehnt?

Lehnt der AG den Nachtrag ab, muss der Brandschutzbetrieb seinen Anspruch nach ABGB §1168a sichern: sofortigen schriftlichen Vorbehalt erklären, die Mehrleistung trotzdem ausführen (Verweigerung = Vertragsverletzung), alle Kosten lückenlos dokumentieren (Stundenzettel, Materialbelege, Fotos, Prüfprotokolle). Ohne rechtzeitige Anzeige nach ÖNORM B 2110 §7 vor Beginn der Mehrarbeiten kann der Anspruch verwirkt sein.

Kann werkflow Brandschutz Nachtragsangebote für Österreich automatisch erstellen?

Ja — werkflow erstellt Brandschutz Nachträge mit ÖNORM B 2110 §7- und ABGB §1168a-konformen Feldern: Nachtrag-Nr., Anzeige-Datum, Nachtragskalkulation mit Einheitspreisen, Verweis auf Brandschutzzulassungen (OIB-RL 2/ETA), USt 20%, UID-Nummer und automatische Verknüpfung mit dem Hauptauftrag. BMD/RZL-Export aller Nachtragsrechnungen inklusive.

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