Schlosser · Mahnung Vorlage Österreich

Schlosser Mahnung Vorlage Österreich 2026

Offene Schlosserei-Rechnungen in Österreich erfordern eine rechtssichere Mahnung nach ABGB. ABGB § 1333 Abs. 2 sichert Verzugszinsen von 9,2% über dem Basiszinssatz (B2B), §19 UStG AT regelt Reverse Charge bei Bauschlosserei — und ZaDiG 2018 erlaubt €40 Mahnspesen pauschal.

Pflichtangaben in der Schlosser-Mahnung (Österreich)

1. Kopfdaten & Rechnungsbezug

  • Name + Anschrift Schlosserei und Auftraggeber
  • Rechnungsnummer(n) der offenen Rechnung(en)
  • Leistungsbeschreibung (z.B. "Geländer/Stahlbau laut Auftrag vom [Datum]")
  • Offener Betrag (netto + 20% USt = brutto; bei §19: Nettobetrag + Hinweis)
  • Mahnungsnummer und -datum

2. Zahlungsfrist setzen

  • Konkrete Frist: "Zahlung bis [Datum, 14 Tage] auf IBAN AT..."
  • ABGB § 1334: Verzug ab Fälligkeit + Mahnung
  • Bei §19-Rechnung: Mahne auf Nettobetrag
  • Bei 2. Mahnung: Ankündigung Bezirksgericht (bis €15.000)

3. Verzugszinsen berechnen

  • B2B: 9,2% über Basiszinssatz p.a. (ABGB § 1333 Abs. 2)
  • Berechnung: Offener Betrag × (9,2% + Basiszinssatz) ÷ 365 × Verzugstage
  • Verzugszinsen separat ausweisen
  • B2C: 4% p.a. (ABGB § 1000)

4. Mahnspesen & Inkassokosten

  • Mahnspesen: €40 pauschal nach ZaDiG 2018 (B2B)
  • Inkassokosten nach RATG erstattungsfähig
  • Anwaltskosten nach RATG TP 2 bei Klage erstattungsfähig
  • Alle Nebenkosten ankündigen

5. Nächste Schritte bei Nichtzahlung

  • 2. Mahnung mit Fristsetzung und Klagsankündigung
  • Klage beim Bezirksgericht (bis €15.000) oder Landesgericht
  • EN 1090 Konformitätserklärung + WPS-Protokolle als Qualitätsbelege beilegen
  • Exekutionsantrag nach Urteil (EO)

Häufige Fragen

Was tun, wenn eine Schlosser-Rechnung in Österreich nicht bezahlt wird?

Schriftliche Mahnung mit 14-Tage-Frist setzen. In Österreich tritt Verzug nach ABGB § 1334 ein. Ab Verzug: Verzugszinsen 9,2% über Basiszinssatz (ABGB § 1333 Abs. 2, B2B) + Mahnspesen €40 pauschal (ZaDiG 2018). Reagiert der AG nicht: Klage beim Bezirksgericht (bis €15.000) oder Landesgericht.

Kann EN 1090 als Qualitätsnachweis in österreichischen Schlosserei-Streitigkeiten verwendet werden?

Ja — EN 1090 CE-Kennzeichnung und Konformitätserklärung sind in AT und DE gültige Nachweise für Stahlbaukonstruktionen nach ÖNORM EN 1090. EXC-Klasse, WPS-Protokolle und Prüfberichte (VT, MT, UT) belegen vertragsgemäße Ausführung. Bei Qualitätsstreitigkeiten: Gutachter des WKO-Fachverbands Metalltechnik heranziehen.

Gilt §19 UStG AT (Reverse Charge) für Schlosser-Rechnungen in Österreich?

Ja — Bauschlosserei (Geländer, Treppen, Tore, Stahlbau) ist Bauleistung nach §19 UStG AT. Bei B2B mit Unternehmernachweis: Hinweis 'Übergang der Steuerschuld gem. §19 UStG' statt USt-Ausweis. In der Mahnung auf §19-Rechnung hinweisen und auf den Nettobetrag mahnen.

Wie hoch sind die Mahnspesen für Schlosser in Österreich?

€40 pauschal pro Mahnung nach ZaDiG 2018 (Zahlungsdienstegesetz) — gilt für B2B. Zusätzlich: Verzugszinsen nach ABGB § 1333 Abs. 2 (9,2% über Basiszinssatz). Inkassokosten nach RATG erstattungsfähig. Alle Nebenkosten in der Mahnung ankündigen: 'Im Verzugsfall werden weitere Kosten nach ABGB § 1333 geltend gemacht.'

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