Schlosser · Auftrag Vorlage Österreich
Schlosser Auftrag Vorlage 2026 – Auftragsbestätigung für Österreich
Geländer montiert, aber EN 1090-Klasse und Maßzeichnungs-Revision nicht im Auftrag — in Österreich wie in Deutschland führt das zu Nachforderungen und Haftungsstreit. Eine vollständige Schlosser-Auftragsbestätigung nach ABGB § 1151 schützt den Betrieb.
werkflow erstellt die Auftragsbestätigung automatisch aus dem akzeptierten Angebot — Stahlgüten, EXC-Klassen und §19 UStG AT werden korrekt ausgewiesen. PDF per E-Mail, BMD/RZL-Export am Monatsende.
Pflichtangaben in der Schlosser-Auftragsbestätigung (AT)
1. Kopfdaten & Parteien
- Name, Adresse und UID-Nummer des Schlosserei-Betriebs
- Name und Adresse des Auftraggebers
- Auftragsnummer und Referenz auf das Angebot
- Baustellen-Adresse oder Lieferadresse
- Datum der Auftragserteilung
2. Leistungsbeschreibung & Stahlspezifikation
- Art der Leistung: Schlosserei, Bauschlosserei, Metallbau, Stahlbau
- Stahlgüte: S235JR, S355J2 nach EN 10025
- ÖNORM EN 1090 Ausführungsklasse: EXC1 / EXC2 / EXC3 / EXC4
- Maßzeichnungen als Vertragsbestandteil (Zeichnungsnummer + Revisionsnummer)
- Oberflächenschutz: Feuerverzinkung, Korrosionsschutzklasse (C2–C5)
3. Termine & Ausführungsfristen
- Produktionsbeginn in der Werkstatt
- Liefertermin oder Montagebeginn
- Voraussichtliche Montagezeit auf der Baustelle
- Hinweis: Terminverschiebung bei fehlenden Vorleistungen AG (ÖNORM B 2110)
4. Preis & Zahlungsbedingungen
- Nettobetrag je Position und Gesamtbetrag
- 20% österreichische USt. ausgewiesen
- Oder: §19 UStG AT Hinweis bei B2B-Bauleistungen (Reverse Charge)
- Abschlagsplan: 30% Auftragserteilung, 50% Lieferung, 20% nach Abnahme
- Zahlungsziel: 14 oder 30 Tage netto
5. Gewährleistung & AGB-Verweis
- Gewährleistungsfrist: 3 Jahre nach ABGB § 933 (unbewegliche Sachen)
- CE-Kennzeichnung nach ÖNORM EN 1090 (EXC2 und höher)
- Ausführung nach ÖNORM EN 1090 und anerkannten Regeln der Technik
- Verweis auf beigefügte AGB des Schlosserei-Betriebs
Häufige Fragen
Was muss eine Schlosser Auftragsbestätigung in Österreich enthalten?
Eine vollständige österreichische Schlosser-Auftragsbestätigung enthält nach ABGB § 1151: Firmen- und Kundendaten, UID-Nummer, Auftragsnummer, genaue Leistungsbeschreibung, Stahlgüte (S235JR, S355J2), EN 1090 Ausführungsklasse, Maßzeichnungen als Vertragsbestandteil (Zeichnungsnummer + Revisionsnummer), Gesamtpreis inkl. 20% USt. oder §19 UStG AT Hinweis bei B2B-Bauleistungen, Zahlungsbedingungen und AGB.
Gilt EN 1090 auch für österreichische Schlosserei-Betriebe?
Ja — EN 1090 ist eine EU-weite harmonisierte Norm und gilt in Österreich genauso wie in Deutschland. Ab Ausführungsklasse EXC2 ist eine CE-Kennzeichnung und eine Werkseigene Produktionskontrolle (WPK) durch eine akkreditierte Prüfstelle erforderlich. Die vereinbarte EXC-Klasse muss in der Auftragsbestätigung stehen. Österreichische Besonderheit: ÖNORM EN 1090-2 ist wortgleich mit EN 1090-2, wird aber durch Österreichisches Normungsinstitut (ON) herausgegeben.
Gilt §19 UStG AT bei österreichischen Schlosser-Aufträgen?
§ 19 Abs. 1a UStG AT (Übergang der Steuerschuld bei Bauleistungen) greift bei Schlosserei-Aufträgen, wenn der Leistungsempfänger selbst Bauleistungen erbringt (B2B, Generalunternehmer, Bauträger). In diesem Fall schuldet der Auftraggeber die 20% USt. In der Auftragsbestätigung muss dann stehen: 'Übergang der Steuerschuld gem. §19 Abs. 1a UStG.' werkflow erkennt die Steuerposition automatisch anhand des Kundenprofils.
Warum müssen Maßzeichnungen als Vertragsbestandteil in die Auftragsbestätigung?
Maßzeichnungen definieren die geschuldete Leistung eines Schlossers präziser als jede Textbeschreibung. Ohne Angabe der Zeichnungsnummer und Revisionsnummer ist nach Planänderungen durch den Auftraggeber unklar, welche Maße verbindlich sind — ein klassischer Nachtragsauslöser. In der Auftragsbestätigung sollte daher stehen: 'Grundlage sind Zeichnungen Nr. X, Rev. Y, Datum Z.' Jede Planänderung danach ist ein kostenpflichtiger Nachtrag.
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