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Fliesenleger Rapportzettel Vorlage Österreich 2026
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Täglicher Rapportzettel für Fliesenleger-Regiearbeiten in Österreich: §1170 ABGB, ÖNORM B 2110, ÖNORM B 2207. Verlegeformat, m² und Kleber-Verbrauch lückenlos dokumentieren.
Was der Rapportzettel enthält
1. Stammdaten
- Datum und Wochentag
- Baustelle: Adresse und Auftragsnummer
- Auftraggeber mit UID-Nummer und Auftragnehmer
- Wetter (Temperatur, Niederschlag) bei Außenarbeiten
2. Personalnachweis
- Mitarbeitername und Qualifikation
- Arbeitsbeginn, Arbeitsende, Pausenzeiten
- Nettostunden und Überstunden separat
- Verlegeformat und Verband, Verlegegeschwindigkeit m²/h, Kleberklasse nach ÖNORM EN 12004 sowie Kleber- und Fugenmörtel-Verbrauch je m² als Anhang
3. Tätigkeitsbeschreibung
- Leistung je Position aus dem Leistungsverzeichnis
- Fertiggestellte Mengen (m², lfd. m, Stück)
- Arbeitsfortschritt und offene Restleistungen
- Behinderungen und deren Ursachen
4. Materialverbrauch
- Material-Art und verbrauchte Menge
- Lieferschein- und Chargennummer der Fliesen als Referenz (Farbabgleich zwischen Chargen)
- Abweichungen vom Angebot vermerken
- Materialrückgaben und Lagerbestand
5. Unterschrift & Regiestunden
Regiearbeit - Arbeit nach Zeitaufwand statt Fixpreis - wird nach §1170 ABGB laufend statt erst am Werkende abgerechnet: Das Gesetz erlaubt bei Arbeit "in gewissen Abteilungen" einen verhältnismäßigen Teil des Entgelts schon vorher zu fordern. Genau dafür ist der Rapportzettel der Nachweis.
- Tagesabschluss: Unterschrift Mitarbeiter
- Regiestunden: ÖNORM B 2110 sieht zeitnahe, meist wöchentliche Vorlage zur Bestätigung durch AG vor
- Regiestunden-Stundenlohn aus KollV oder Vertrag, zzgl. 20% USt
- Verlegung nach ÖNORM B 2207, Kleberklasse nach ÖNORM EN 12004 (C1/C2/S1/S2) dokumentieren
- § 212 UGB: 7 Jahre Aufbewahrung für Bücher, Aufzeichnungen und Belege
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Häufige Fragen
Was gehört auf einen Fliesenleger Rapportzettel in Österreich?
Datum, Baustelle, Mitarbeiternamen, Arbeitszeiten (Beginn, Ende, Pause), Tätigkeitsbeschreibung, verwendetes Material und Menge. Verlegeformat und Verband, m² verlegt, Verlegegeschwindigkeit m²/h, Kleberklasse nach ÖNORM EN 12004 sowie Kleber- und Fugenmörtel-Verbrauch je m² als Anhang. Unterschrift AN täglich, AG bei Regiestunden nach ÖNORM B 2110.
Wie lange müssen Fliesenleger Rapportzettel in Österreich aufbewahrt werden?
§ 212 UGB sieht 7 Jahre Aufbewahrungspflicht für Bücher, Aufzeichnungen und Belege vor - nicht 10 Jahre, wie teils fälschlich kursiert. Diese Frist gilt auch für Rapportzettel, die als Regiestunden-Nachweis in die Rechnung einfließen.
Muss der Auftraggeber Regiestunden auf dem Rapportzettel bestätigen?
In der Praxis ja. Die ÖNORM B 2110 sieht vor, dass Stundenlohnnachweise dem Auftraggeber zeitnah - die meisten Bauverträge konkretisieren das auf wöchentlich - zur Bestätigung vorgelegt werden. Eine gesetzliche Frist mit Rechtsfolge bei Schweigen des AG gibt es dafür anders als in Deutschland nicht; die zivilrechtliche Basis für die laufende statt erst am Werkende erfolgende Abrechnung liefert §1170 ABGB. Ohne zeitnahe Unterschrift sind Regiestunden im Streitfall schwer durchsetzbar.
Was ist der Unterschied zwischen Rapportzettel und Verlegeprotokoll in Österreich?
Der Rapportzettel ist das tägliche Baudokument - er erfasst Stunden, Material und Verlegefortschritt auf der Baustelle. Das Verlegeprotokoll dokumentiert zusätzlich die fachlichen Prüfwerte einer konkreten Fläche (CM-Wert des Untergrunds, Klopfprobe-Ergebnis, Kleberklasse) und dient bei Gewährleistungsfragen als Nachweis der fachgerechten Ausführung.