Dachdecker · Bautagebuch Vorlage Österreich

Dachdecker Bautagebuch Vorlage Österreich 2026 – Bautagesbericht professionell führen

ÖNORM B 3418 definiert Ausführungsbedingungen für Dachdeckerarbeiten in Österreich — Witterungsdokumentation ist Pflicht. ÖNORM B 2110 Pkt. 6 verankert die tägliche Bauzustandsfeststellung bei ÖNORM-Verträgen. Dachflächen-Fortschritt, Materialchargen und Absturzsicherung täglich protokollieren schützt vor Gewährleistungsansprüchen (ABGB § 933: 3 Jahre) und Versicherungsstreitigkeiten nach Sturmschäden. USt 20%.

Pflichtangaben im Dachdecker-Bautagebuch Österreich

1. Kopfdaten & Witterung

  • • Datum, Baustelle (Adresse, Dachfläche/Gebäudeteil), Auftragsnummer
  • • Polier/Dachdeckermeister-Name, Unterschrift
  • • Temperatur (°C) morgens/mittags/abends — ÖNORM B 3418: kein Auftrag unter +5°C
  • • Windstärke (km/h oder Beaufort) — Arbeitsverbot in Höhe ab Stärke 6
  • • Niederschlag: Art (Regen/Schnee/Hagel), Dauer, Stärke
  • • Frost-/Eisbildung auf der Dachfläche: Ja/Nein
  • • UID-Nummer Auftraggeber bei Bauleistungen zwischen Unternehmern (USt 20%)

2. Arbeitskräfte & Stunden

  • • Name jedes Mitarbeiters, Qualifikation (Dachdeckermeister, Geselle, Helfer)
  • • Arbeitsstunden je Person (Anwesenheit, Pause, effektive Arbeitszeit)
  • • Nachunternehmer-Personal separat ausweisen
  • • Witterungsbedingter Arbeitsstopp mit Uhrzeit und Grund dokumentieren

3. Ausgeführte Arbeiten & Materialien

  • • Dachflächen-Fortschritt: m² je Dachfläche (Nordseite, Südseite, Flachdach)
  • • Eingebaute Materialien: Ziegel-Typ, Charge-Nr., Lieferschein-Nr.
  • • Bitumenbahnen: Produkt, Charge, Verlegemethode (Schweißen, Kleben) — ÖNORM B 3691
  • • Dämmung: Produkt, Dicke (cm), Fläche (m²)
  • • First-, Ortgang-, Traufarbeiten: Länge (m), Material
  • • Entwässerungsanlagen: Ablaufpositionen, Rohrdurchmesser, Gefälle (% nach ÖNORM EN 12056)

4. Behinderungen & Besondere Vorkommnisse

  • • Absturzsicherungsprotokoll: Gerüst geprüft (wann, durch wen), Sicherungen intakt
  • • Sturm-/Hagelschaden-Sofortdokumentation: Zeitpunkt, Stärke, betroffene Fläche (m²)
  • • ZAMG-Wetterdaten als Anlage bei extremen Ereignissen beilegen
  • • Behinderungen durch andere Gewerke (Gerüstmontage ausstehend, Kran blockiert)
  • • Planänderungen: Dachaufbau geändert, Material substituiert — Anweisung durch wen?
  • • Unfälle, Beinahunfälle — AUVA-Meldepflicht beachten

5. Unterschriften & Archivierung

  • • Unterschrift Dachdeckermeister/Polier (AN), Unterschrift Bauleitung (AG)
  • • Tagesprotokoll täglich fertigstellen — keine rückwirkenden Eintragungen
  • • ZAMG-Wetterdaten als Anlage bei extremen Witterungsereignissen
  • • Aufbewahrungsfrist: mindestens 4 Jahre (ABGB § 933: 3 J. + 1 J. Puffer)

Dachdecker Bautagebuch digital führen — ÖNORM B 3418, Witterung, Dachfortschritt automatisch

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Häufige Fragen

Ist ein Bautagebuch für Dachdecker in Österreich Pflicht?

Bei ÖNORM B 2110-Verträgen (Pkt. 6 Bauzustandsfeststellung) ist die tägliche Dokumentation des Baufortschritts vertraglich geregelt. Für Dacharbeiten ist die Witterungsdokumentation besonders relevant: ÖNORM B 3418 definiert zulässige Ausführungsbedingungen. Wird bei unzulässiger Witterung gearbeitet und treten Schäden auf, muss der Dachdecker nachweisen, dass die ÖNORM-Bedingungen eingehalten wurden.

Was fordert ÖNORM B 3418 für die Witterungsdokumentation bei Dacharbeiten?

ÖNORM B 3418 (Dachdeckerarbeiten) und ÖNORM B 3691 (Flachdachabdichtungen) definieren Mindesttemperaturen und Ausführungsverbote bei Niederschlag, Frost und Sturm. Das tägliche Bautagebuch mit Temperaturen (morgens/mittags/abends), Windstärke, Niederschlagsart und -dauer ist der Nachweis der ÖNORM-konformen Ausführung. Bei Versicherungsschäden (Sturm, Hagel) ist das Tagebuch entscheidend für die Schadensabgrenzung.

Wie dokumentiert man Witterungsereignisse beim Dachdecker in Österreich?

Sofortdokumentation im Tagesbericht: Datum/Uhrzeit des Ereignisses, Windstärke (km/h oder Beaufort), Niederschlagsart und -menge, betroffene Dachfläche (m²), Zustand vor und nach dem Ereignis. ZAMG-Wetterdaten als Anlage beilegen. Absicherungsmaßnahmen vor dem Ereignis (Schutzplanen, Ballastierung) im Tagebuch vermerken — das schützt vor Haftungsansprüchen wegen Unterlassung.

Kann das Bautagebuch beim Dachdecker in Österreich als Beweismittel dienen?

Ja — österreichische Gerichte erkennen das ordnungsgemäß geführte Bautagebuch als Urkundenbeweis an (ZPO § 292). Es dokumentiert Witterungsbedingungen, Dachfortschritt, eingebaute Materialien und Behinderungen. Bei Gewährleistungsstreitigkeiten (ABGB § 933: 3 Jahre ab Übergabe) und Versicherungsansprüchen nach Sturmschäden ist das lückenlose Tagebuch der stärkste Schutz des Dachdeckerbetriebs.

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